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LEONHARDSKAPELLE (11/2019)
 

Alljährlich finden um den 6. November an vielen Orten Südbayerns und Österreichs Leonhardiritte statt. Kirchen und Kapellen, dem Heiligen Leonhard von Limoges geweiht, sind das Ziel. Früheste Erwähnungen von Leonhardiritten stammen aus dem 15. Jahrhundert. Auch in unserer näheren Umgebung sind barocke Leonhardskapellen und -kirchen bekannt, wie z.B. in Bannacker (1748), sowie in Kaufering (1723). Bereits aus dem Spätmittelalter stammen Leonhardskapellen in Großaitingen, Hiltenfingen und Langerringen, Gessertshausen, Gabelbachergreut, Maingründel und Habertsweiler. Anregung für diese Patrozinien dürfte die seit dem 13. Jahrhundert bekannte große Leonhardswallfahrt in Inchenhofen, im Volksmund "Leahat" genannt, gewesen sein. Leonhard galt ursprünglich als Patron der Gefangenen. Meist wurde er deshalb mit Ketten in der Hand abgebildet. Das Volk sah diese später immer mehr als Viehketten an und so wurde der "Bauernherrgott" nach und nach zum Patron von Pferden und Kühen, sowie ganz allgemein des Bauernstandes .
Lesen Sie hierzu die Geschichte der abgegangenen Bobinger Leonhardskapelle und ihren Nachfolger
2019_11-leonhards-kapelle-03-dez-2019.pdf [7.194 KB]




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